Kultur

Die Montefeltro (Montis feretri) waren eine italienische Adelsfamilie mit Besitz in den Marken und der Romagna. Im 13. Jahrhundert traten sie als Herren, ab 1213 Grafen und ab 1443 Herzöge von Urbino auf. Unter Federico da Montefeltro wurde im 15. Jahrhundert Wesentliches zum Rinascimento beigetragen. 
Hintergrund für diese kulturellen Leistungen war die alte Familienfehde mit den Malatesta von Rimini, die Federico unter Einsatz aller Mittel endgültig für sich entscheiden konnte. Als erfolgreicher Condottiere (Heerführer) für italienische Städte und vor allem für mehrere Päpste verfügte er über die nötigen Mittel zur Selbstdarstellung und konnte sich als Mäzen profilieren.

Direkt bei Ihrem Urlaubsort verlief lange Zeit die Grenze zu den Ländereien der Malatesta, befestigte Dörfer und Wehrbauten zeugen noch heute davon. Hervorragend und sehenswert ist hierbei die ‘Rocca Ubaldinesca’, welcher Francesco di Giorgio Martini 1475 aufgrund ‘alchemistischer Überlegungen’ die Form einer Schildkröte gab.
In den Jahren 1942-44 waren tausende von Werken der alten italienischen Meister hier vor fremdem Zugriff versteckt. Die Rocca beherbergt einige Sammlungen und ein ‘schnuckeliges’ Theater aus dem 19. Jahrhundert.
Grenzlinie war das Tal der Foglia auch während dem 2. Weltkrieg, hier verlief die 1944-45 schwer umkämpfte Gotenlinie (Linea Gotica).
Beim See von Mercatale (Sassocorvaro) kann man Kanus und Tretboote mieten, ein Kiosk unter grossen Bäumen bietet Erfrischungen, einfache Gerichte und Spielplätze.

Rocca Ubaldinesca, Sassocorvaro

Eine der kulturell führenden Städte der Renaissance, wurde Urbino 1998 für das Stadtbild und den Palast von der Unesco als Weltkulturerbe klassiert.

Urbino, Weltkulturerbe


Namhafte Künstler wie Piero della Francesca, Francesco di Giorgio Martini und Raffaels Vater Giovanni Santi wirkten hier. Der Maler Raffaello wurde hier geboren, sein Geburtshaus kann besichtigt werden.
Ein Höhepunkt ist der Besuch des Palazzo Ducale, einem Meisterwerk der Renaissance. Hier sind unter Anderem Werke der oben genannten Künstler ausgestellt.
Die Fundamente der Stadt wurden von den Römern, möglicherweise gar früher gesetzt.

Die lebendige Kleinstadt liegt idyllisch in einer Schleife des Flusses Metauro. Sie war während Jahrhunderten bedeutend für ihre Majolika Keramiken. Mehrere kunsthandwerkliche Manufakturen knüpfen an diese Tradition an.
Im Palazzo Ducale finden sich eine Fayence Sammlung, geografische Dokumente, darunter 2 Mercator Weltkugeln und eine Ausstellung zum hiesigen bäuerlichen Leben.
Als Attraktion wird auch die Kirche “Chiesa dei Morti” angepriesen, wo 18 lokale Mumien im priesterlichen Ornat auf Besucher warten.
Gerade mal 15 km von Ca’ Agostino entfernt, kann Urbania durch geübte Radler auch mit unseren Fahrrädern erreicht werden.

Urbania, Ponte dei Cocci

Im 3. Jahrhundert erreichten die Missionare Leo und Marino den Mons Feretrius. Der Name wandelte sich mit der Zeit zu Montefeltro und bezeichnete dann auch die Umgebung. Im Jahre 1155 ist mit Montefeltrano der erste Angehörige der aufsteigenden Adelsfamilie der Montefeltro in –> San Leo überliefert. 1226 wurde ihr dann von Kaiser Friedrich II auch die Grafschaft Urbino zugesprochen.
Vom Vatikanstaat wurde San Leo als Gefängnis benutzt und “beherbergte” von 1791 bis zu seinem Tod 1795 den Alchimisten, Lausbuben, Arzt und Freimaurer Giuseppe Balsamo, Alias Conte Cagliostro, welcher hier unter miesesten Bedingungen eine lebenslange Strafe wegen Ketzerei verbüsste.
Auch die Basilika aus dem 9. und die Kathedrale San Leone aus dem 12. Jahrhundert sind einen Besuch wert.

San Leo

* Fabriano: In dieser Papiermacher Stadt wurde das Wasserzeichen erfunden. Das lohnende –> Museum macht Führungen auch in deutscher Sprache
* Pergola: Ein weltweit einzigartiges Ensemble mit lebensgrossen vergoldete –> Bronzestatuen (Reiter und Familie) aus der Römerzeit
* Auro Tal, Parchiule: Holzkohle-Herstellung nach alter Art
* Pennabilli: Bergstädtchen, poetisch beeinflusst durch den Drehbuchautor Tonino Guerra; ein Kulturstädtchen! Tolles Strassenkünstler Festival (2019: 13.-16. Juni) –> artistiinpiazza.com
* Pietrarubbia: Metall-Kunst Zentrum T.A.M. von weltbekannten Künstler –> Arnaldo Pomodoro initiiert, schöne Lage, Ausstellungen
* Pesaro, unsere Hauptstadt, ist ein beliebter Badeort, aber vor allem bekannt als die Geburtsstadt des Komponisten Gioachino Rossini.
Das –> Rossini Festival findet im August statt.
Besuchern des Festivals bietet Ca’ Agostino als besonderen Service ein vorgezogenes Abendessen an (andernorts kaum vor 19:30 erhältlich). Wir finden, feines Essen und Entspannung in ländlicher Umgebung bilden den perfekten Rahmen zu den Werken Rossinis!

Die folgenden Weltkulturerbe sind mit 2 Fahrstunden durch abwechslungsreiche Landschaft erreichbar:
* Assisi: Basilika San Francesco
* Ravenna: Frühchristliche Baudenkmale und Mosaike
* San Marino: die älteste noch existierende Republik dieses Planeten ist gar nur 40 Minuten entfernt

Montefeltro

Im Montefeltro finden sich unzählige gut erhaltene Zeugnisse der äusserst reichen Geschichte. 
Unmittelbar im Süden verläuft die Via Flaminia, eine wichtige Verbindungsstrecke der Römer über Cagli nach Fano. Viele, teils heute noch benutzbare Brücken und Tunnel zeugen für die hohe Baukunst. Entlang dieser Route sind viele Baudenkmäler zu entdecken.
Pesaro, beliebt als Badeort, ist vor allem bekannt als die Geburtsstadt von Rossini, ein Besuchermagnet ist das Rossini Festival im August.